So funktioniert diese Seite
Auf der Startseite hört eine gezeichnete Version von mir zu und antwortet mit Stimme. Hier steht, was dahintersteckt, ohne Marketing und ohne Zauberei.
Das Gesicht
Grundlage ist eine Bleistiftzeichnung. Eine Gesichtserkennung findet darin knapp fünfhundert Landmarken, aus denen ein Dreiecksnetz mit Tiefe entsteht. Dreht sich der Kopf zum Mauszeiger, bewegen sich Nase und Stirn stärker als Ohren und Haaransatz, so entsteht der räumliche Eindruck. Die Pupillen gleiten als Textur unter den Lidern, geblinzelt wird alle paar Sekunden, die Brauen bewegen sich leicht, und in Denkpausen wandert der Blick nach oben zur Seite.
Der Mund
Für den Mund gibt es fünf zusätzliche Zeichnungen: leicht geöffnet, weit offen, gerundet, breit und ein Lächeln. Sie wurden von einem Bildmodell aus der Grundzeichnung erzeugt und einzeln vermessen. Beim Sprechen wandern die Netzpunkte zur jeweiligen Form, und die passende Zeichnung wird darüber eingeblendet. Welche Form wann dran ist, bestimmt eine Analyse des Tons in Fenstern von zwanzig Millisekunden: Lautstärke für die Öffnung, Frequenzverteilung für rund oder breit, mit kleinem Vorlauf, wie bei einem echten Sprecher.
Zuhören, denken, sprechen
Das Mikrofon nimmt auf, bis eine Sprechpause kommt. Die Aufnahme geht an eine Spracherkennung auf meinem eigenen Rechner und wird zu Text; die Tonaufnahme wird nicht gespeichert. Der Text geht mit einer ausführlichen Beschreibung meiner Person und meiner Projekte an ein Sprachmodell, ebenfalls lokal betrieben. Die Antwort wird satzweise an die Sprachausgabe geschickt, sodass die Stimme nach dem ersten Satz beginnt, während der Rest noch entsteht. Der ganze Weg dauert meist ein bis zwei Sekunden.
Was der Betreiber sieht
Gespräche werden pro Sitzung protokolliert, gekürzte IP-Adresse inklusive, dreißig Tage lang. Ein Tagesbericht nennt Anzahl der Gespräche, häufigste Fragen und vor allem die Fragen ohne gute Antwort, die Wunschliste für die Pflege der Inhalte. Kontaktanfragen kommen sofort per E-Mail und aufs Handy. In einem geschützten Bereich lassen sich Inhalte bearbeiten, auch per Sprachnotiz, und die Zeichnung wechseln.
Warum das alles
Weil ich verstehen will, wie die Teile zusammenspielen, und weil sich mit einem Ding, das man anfassen kann, besser über Möglichkeiten reden lässt als mit Folien. Wer so etwas für den eigenen Betrieb möchte, mit eigener Zeichnung, eigenen Inhalten und eigener Stimme: Das ist genau die Art von Projekt, die ich gern mache.
Christian Dressel, indigoblue, Lauterach. Telefon 0664 37 31 336, E-Mail christian@indigoblue.at, oder auf der Startseite der KI-Version sagen: „Ich möchte Kontakt aufnehmen.“
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